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Das
Medienteam macht ernst
Die erste Standortkonferenz "New
Media" im Haus der Wirtschaft
von
Holger Wölfle
Am
12.12.2000 lud das Medienteam-Stuttgart
zu einer Standortkonferenz ins Haus der Wirtschaft. Ein handverlesener
Kreis von etwa 40 Medienschaffenden
aus dem Raum Stuttgart folgte der Einladung Dr. Hans-Joachim Petersens,
des Leiters des Medienteams. Ein "realistisches Bild von der Lage
der jungen Internet/Multimedia/Telekommunikations-Unternehmen und deren
dringlichen Probleme" sollten die Tagesordnungspunkte dieses Roundtable-
Gespräches bestimmen.
Holger Wölfle war dort.
Vertreter der Agenturen Seitenblick,
AGI
und input
design stellten in einer kurzen Einführung ihre Agentur und ihre
Position zum Medienstandort Stuttgart vor. Während der anschließenden
Diskussion kristallisierten sich die wesentlichen Anforderungen an den
Medienstandort Stuttgart und die politisch Verantwortlichen deutlich heraus.
So wurde die Komunikationsproblematik (hat Stuttgart ein Negativimage?)
kontrovers diskutiert. Zahlreiche Anregungen verschiedener Vertreter der
Medienbranche wurden gesammelt und sollen Anregung für die künftige
Ausrichtung der Standortenwicklung Stuttgarts sein. Der Tenor:
Weg vom biederen Schwabenimage (Let's
putz Stuttgart), Wandlung von einem reinen Automobilstandort zum innovativen
Technologie- und Medienstandort.
Zahlreiche Berichte über die Problematik der Personalakquise und
das Halten von Mitarbeitern in Stuttgart zeigten deutlich, dass das Potential
des Standortes in einem deutlichen Missverhältnis zum bestehenden
Image stehen. Die Wortbeiträge von Bettina
Klett von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH und
Vertretern der Medien-
und Filmgesellschaft
Baden-Württemberg konnten transparent vermitteln, dass das "herbeigeredete"
Negativ-Image unbegründet scheint und das Engagement und Potential
der ansässigen Medienunternehem in Deutschland Ihresgleichen sucht.
Ulrich Wegenast, Wand5-Mitglied
und Mitinitiator des Stuttgarter Filmwinters
kritisierte das mangelnde Engagement der Stadt Stuttgart, kreative Initiativen
aus dem Kulturbereich in das Vermarktungskonzept der Medienregion Stuttgart
zu integrieren. Die Attraktivität eines Medienstandortes sei mit
dem kreativen Potential der Kulturszene untrennbar verknüpft.
Abschließend einigte man sich auf das Vorhaben, die Standortkonferenz
in einem regelmäßigen Zyklus zu wiederholen. Voraussichtlich
zwei mal im Jahr lädt das Medienteam ins Haus der Wirtschaft, um
sich ein besseres, aktuelles Bild von den anstehenden Problemen der Medienbranche
in Stuttgart zu machen um auf Anregungen schell und unbürokratisch
reagieren zu können.
Die Standortkonferenz hatte somit eine wichtige Signalwirkung. Lange Zeit
hielt sich der Vorwurf, das Medienteam engagiere sich nicht angemessen
und pflege keinen ausreichenden Kontakt zur Branche bzw. könne ihr
Engagement nur schlecht nach außen kommunizieren. Mit der Standortkonferenz
machte das Medienteam einen großen Schritt in die richtige Richtung.
Es ist wünschenswert, dass auch die zahlreichen anderen Projekte
(Filmhaus, Reiterkaserne etc.) von Erfolg gekrönt sein werden.
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