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Kalte Füße
und heiße Höschen
Die Eröffnung des neuen "M1" war ein voller Erfolg
von Marko Schacher
Ein schöneres Geschenk hätte Bubbi Schuster den House- und Technofans
nicht machen können. Am ersten Weihnachstsfeiertag - gerade rechtzeitig
um sich die Weihnachstbraten-Kalorien vom Leib zu tanzen eröffnete
er mit einer grandiosen Party die neue "M1"-Residenz im Stuttgarter
Bosch-Areal. Marko Schacher war dort.

Dass der Andrang groß sein würde, war abzusehen, dass dann
aber 3000 M1-Fans Richtung Berliner Platz pilgerten, erstaunte selbst
Insider. Drei separate Eingänge genügten nicht, um Herr über
all die Partywilligen zu werden. Wie bei großen Konzerten hatten
sich die Hartgesottenen bereits Stunden vor der offiziellen Eröffnung
um 23 Uhr vor dem Bosch-Areal eingefunden. Trotz des überteuerten
Eintritts von 30 Mark waren die Tanzflächen nach wenigen Minuten
voll, so dass die Ordner das Alte "Du, Du und Du"-Spielchen
zum Aussieben der Meute anstimmten. Als Reaktion wurden "Einer geht
noch"-Sprechgesänge und ein "Durch sieben Schleusen mußt
du gegen" intoniert.
Wer sich frierend die Füße in den Bauch stand, konnte sich
damit trösten, dass es selbst Promis wie Mode-Guru Winnie Klenk nicht
anders erging. Selbst DJ Markus Fischer mußte am überfüllten
VIP-Eingang zweimal entschieden "Laßt mich rein, ich muß
auflegen" schmettern und eine halbe Stunde anstehen, bis er zu seiner
Arbeitsstelle vorgelassen wurde.
Im Innern war das organisatorische Chaos schnell vergessen. Die alten
und neuen Resident-DJs C.Willy, Danny D. und Sebastian Krieg sorgten in
der "Grand Area" mit ihrer Mischung aus progressiven House-Klängen
und kommerzieller Chart-Musik für heftige Schwimmbewegungen. Im "Fusion
Club" legte derweil Markus Fischer Funk- und Disco-Hits auf und trieb
damit selbst Baubürgermeister Matthias Hahn zu ekstatischen Zuckungen.
Die Mischung macht's auch im Publikum: Rosa Cowboyhüte trafen
auf Weihnachtsmützen, Glitzer-Tops auf Krawatten, Hot-Pants auf Stoffhosen.
Andreas "Bär" Läsker, der im VIP-Bereich auflegte,
hatte sich - ganz trendy - für ein blaues Sportler-Trikot entschieden.
Als um 2:40 Uhr leicht geschürzte Tänzerinnen im Heidi-Dirndl
und Einhorn-Outfit ihren Auftritt hatten, wurden die eh schon geweiteten
Pupillen der männlichen Besucher noch weiter. Dass an den Plattentellern
derweil das DJ-Starduo Future Funk stand, interessierte in diesem Moment
niemanden mehr. M1-die Erfolgsstory geht weiter!
Dieser Text basiert auf einem Artikel in den "Stuttgarter Nachrichten"
vom 27.12.00
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