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Off-Kultur? - Abgrenzungsfragen im Kunstbetrieb
von Karin Hinterleitner Arbeiten Institutionen an Künstlern vorbei? Die Ausstellungspolitik
kommt in Bewegung. Nicht nur horizontale Kooperationen zwischen großen
Institutionen in Form von Wanderausstellungen, sondern vertikale Kooperationen
mit kleineren lokalen Projekten werden Usus. So fanden dieses Jahr Lokal-Derbys
der Kunstszene statt: in Köln mit "Out of Space" - der "Schnitt Ausstellungsraum"
zu Gast im Jedoch lässt sich an den Webpräsenzen der beiden Kunstvereine
ablesen, wie unterschiedlich solche Gastspiele nach außen kommuniziert
werden. Der Kölnische Kunstverein führt die Veranstaltung als vollwertig
im In Frankfurt kursieren von Seiten des Frankfurter Kunstverein
Kooperationsangebote an die lokale "Off-Szene". Nikolaus Schafhausen,
künstlerischer Leiter des Frankfurter Kunstvereins, bekundete noch Anfang
dieses Jahres bei einer Umfrage von Stefan Beck, der seit Jahren per E-Mail-Verteiler über Club-,
Kunst- und Musikevents die Szene informiert, veröffentlichte erst kürzlich
auf dem von Ihm betreuten Portal Stefan Beck: "Seit das gemeinsame Veranstaltungsprogramm
einen gewissen Erfolg hat, streben immer mehr Leute eine Beteiligung an
- auch Leute, die eben mal ihr Atelier während der Kunstmesse leerräumen
und das ganze als Galerie deklarieren. Man hatte sich darauf geeinigt,
dass keine offenen Ateliers zugelassen werden. Aber auch das war in Offenbach
schon nicht mehr durchzuhalten. Stefan Beck arbeitet seit 1997 unter dem Label multi.trudi
[www.multi.trudi.de]. Er ging damit als einer der ersten Künstler in Deutschland
online, um über sein Programm und seine Gäste zu informieren. Seit Jahren
unterhält er einen E-Mail-Verteiler. Seine Location ist ein ehemaliges
Waaghäuschen im Frankfurter Hafen, wohin er in unregelmäßigen Abständen
zu Club-, Musik-, Ausstellungs- und Themenabenden einlädt. Sein Gedanke
ist an die Tradition des Salons anzuschließen. Die Enge seiner Räumlichkeit
bringt es mit sich, dass seine Gäste unwillkürlich miteinander ins Gespräch
kommen. Multi.trudi-Abende sind vergleichbar mit der Club-Atmosphäre,
wie sie in Stuttgart von Jens Hermann in Während der diesjährigen Art Frankfurt, hatte Stefan Beck
David Goldenberg aus London zu Gast. Gemeinsam organisierten sie ein Veranstaltungsprogramm
unter dem Titel: Stefan Beck: "Dieses Jahr war David Goldenberg mit seinem Projekt "Ende der Ausstellungskunst" bei mir zu Gast. Wir waren zusammen auf der Messe und haben eine Galerie aus Mexiko gefunden, die nichts ausgestellt hat. Es gab also einen leeren Stand. Dort war ein Koffer, und in dem Koffer befanden sich die Reiseutensilien der Galeristen. Sie erklärten, ihr Beitrag sei einfach, da zu sein. Wenn es also eine Kunstmesse gäbe, zu der alle Galerien, wie diese mexikanische Galerie, einfach nur mit einem Schreibtisch in ihrer leeren weißen Box sitzen würde, so wäre das für mich unheimlich verstörend, weil das meinen Abwertungsmechanismen entgegenwirken würde. So gehe ich über die Kunstmesse und sage mir ,Ach, alles nur Hängeware'. Andernfalls müsste ich zu den Ausstellern hingehen und fragen ,Was verstehen Sie unter Kunst?' oder ,Welche Kunst bieten Sie mir an?'. Dabei würde eine ganz andere Qualität von Interaktion eintreten." Im weiteren Gespräch erinnert sich Stefan Beck, dessen eigene
Flyer wichtige Zur Wirkung seiner eigenen multi.trudi-Flyern sagt er: Stefan Beck schätzt an der sogenannten Medienkunst den kommunikativen Aspekt, die Möglichkeiten zur Interaktion und zum ungezwungenen Meinungsaustausch. Dazu bedarf es weniger Design und High-Tech, als Leuten, die sich als Moderatoren und Community-Manager engagieren. Projekte wie "the thing" haben ihn immer schon gereizt. Deshalb übernahm er von Andreas Kallfass die Betreung von "the-thing-frankfurt". Ein Minimum an Kooperation existiert bereits zwischen dem Frankfurter Kunstverein und "the-thing-frankfurt": Ihre Webssites sind verlinkt. Das ist bereits mehr als so manche vergleichbare Institution in Stuttgart leistet.
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