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Das Updaten des Kunstunterrichts von Prof. Dr. Hans-Dieter
Huber Das Projekt "Visuelle Kompetenz im Medienzeitalter" ist ein vierjähriges Forschungsprojekt an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Der geplante Zeitraum erstreckt sich vom 1.April 2000 bis zum 31. März 2004. Dieses Vorhaben zählt zu den ausgewählten Projekten, die von der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung im Rahmen des Programms "Kulturelle Bildung im Medienzeitalter" gefördert werden. Das Forschungsprojekt zielt auf eine Verankerung der Netzkommunikation im Kunstunterricht der Schulen. Es wendet sich insbesondere an fortgeschrittene Studenten der Kunsterziehung an der Kunstakademie Stuttgart, möchte jedoch ebenso Künstler, Kunsthistoriker und bereits ausgebildete Kunstlehrer ansprechen, um diesem Klientel eine zukunfts- und arbeitsmarktorientierte Weiterbildung zu ermöglichen. An der Schnittstelle zwischen Gestaltung, Kommunikation und Informatik setzt das Projekt an, um eine visuelle Kommunikation in Netzwerken zu verwirklichen. Die digitale Herstellung, Aufbereitung und Vermittlung von Bildern und Informationen sollen erlernt und projektorientiert angewandt werden. Kommunikative, informatische und gestalterische Kompetenz in der Handhabung von Netzwerken werden in gemeinsamen künstlerischen Projekten geschult. Angehende Kunsterzieher erhalten in einer ersten Phase eine Zusatzausbildung in der visuellen Medienkompetenz, die sie dann selbst in einem zweiten Schritt in der Schule weitergeben können. Kunstlehrer sind hervorragende Multiplikatoren, da sie ihr Wissen sehr schnell an viele junge Menschen vermitteln können. In einer zweiten Phase des Projekts soll daher eine enge Nachbetreuung der Kunsterzieher vor Ort erfolgen. Eine Verzahnung zwischen theoretisch-reflexiver Kompetenz und konkret-anschaulicher Erfahrung wird angestrebt. Das Forschungsprojekt soll für Übersetzungsprozesse sensibilisieren, kritisches Forschen, Experimentieren und Produzieren sollen gelehrt werden. Themenfelder von Forschung und Lehre sind u.a. der Begriff der visuellen Kompetenz, der konkret-anschaulichen Sinnlichkeit von Netzwerken, der Kommunikations- und Organisationstheorie im Zusammenhang elektronischer Netzwerke, der systemischen Theorie des Internets sowie die Erarbeitung fachdidaktischer und kunstpädagogischer Modelle. Der Kompetenzgedanke steht im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens. Visuelle Kompetenz ist mehr als eine praktisch-technische Nachqualifizierung. Kritische Distanz durch theoretische Reflexion und Hintergrundwissen sind unabdingbar. Das Ziel ist die Ausbildung einer erweiterten ästhetischen Urteilskraft. Durch begleitende Forschungsarbeiten werden zukunftsfähige Fort- und Weiterbildungsmodelle im Sinne eines interdisziplinären Bildungsmodelles zu etablieren sein. Daneben ist eine vertiefende theoretische Grundlagenforschung angestrebt, welche die Erfahrungen im Projekt auf eine allgemein lehrbare Grundlagenforschung im Kunstbereich zurückführt. Sämtliche Lehransätze, Modelle, Kurse und Materialien sollen parallel zur Entstehung und Entwicklung des Forschungsprojekts auf einer Website publiziert und der interessierten Forschungsgemeinschaft zur Verfügung gestellt werden. Auf diese Weise sind die Forschungsergebnisse schnell öffentlich zugänglich und es wird jederzeit ein kommunikativer Austausch mit anderen Projekten, die an der selben Fragestellung arbeiten, sowie eine Überprüfung der Forschungsergebnisse ermöglicht. Nach der Publikation dieser jeweils ersten Fassung der Ergebnisse im Internet wird eine Printfassung als Sammelband erscheinen.
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