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Das Kind im Manne von Marko Schacher Der Kontrast könnte kaum größer sein: Von außen sieht die
ehemalige Fertigungshalle der Kugellagerfabrik "SKF" am Pragsattel aus,
als würden sich hier Nagetiere gegenseitig "Gute Nacht" sagen. Im Innern
erwarten den Besucher frisch renovierte, helle Büros und gutgelaunte Menschen.
Die Macher der Kinder-Soap "fabrixx" haben das Gebäude fest in ihrer Hand.
Sämtliche Produktionsbüros, alle Einrichtungen für Schnitt und Ton befinden
sich hier. "Nur schlafen tun wir hier nicht", lacht der verantwortliche
SWR-Redakteur Dietger Bansberg. Handverlesene Darsteller | Im Gegensatz zu anderen Soaps wurden die "fabrixx"-Darsteller nicht von Talentscouts angeworben, sondern selbst an den Schulen ausfindig gemacht, also "handverlesen", wie Producer Ronald Stephan betont. Aus den über 400 gecasteten Kindern wurden schließlich die elf Kinderhauptrollen ausgewählt, die nun allesamt mit Stuttgarter Kids besetzt sind. Einer der wenigen Nicht-Stuttgarter, die in das Projekt involviert sind, ist der Kölner Christof Arnold, der Anfang des Jahres aus der ARD-Soap "Marienhof" (hier spielte er den Ökoladen-Besitzer Bastian) ausstieg und in "fabrixx" den Jugendhaus-Leiter mimt. Dreharbeiten als Jungbrunnen | Nach den zeitaufwendigen Licht- und Stellproben beginnen einige Komparsen bereits zu gähnen. Doch Sebastian Sury, der den Jungen Salih Bucovic spielt, wirkt routiniert und tapfer. "Ruhe am Set", durchbricht eine rauhe Stimme das Gemurmel. "Und bitte", sagt Regisseur Alexander Wiedel. "Du warst schon mal in Bosnien?", fragt Sebastian sein Gegenüber etwas arg theatralisch. "Mach dich nicht lächerlich, da hab ich sogar 'ne Braut", antwortet Franz Reinhold vom Stuttgarter Staatstheater, der hier einen Penner spielt. "Salih, noch eine", gibt der Regisseur bekannt. Die Hiobs-Botschaft wird gelassen zur Kenntnis genommen. Insgesamt wirkt die Stimmung recht locker. "Das Schöne ist, dass du bei einer solchen Produktion selbst zum Kind wirst", grinst Producer Ronald Stephan, schnappt sich einen herumstehenden Roller und braust davon. Dieser Artikel erschien in leicht veränderter Form in LIFT 8/00.
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